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  Wahlen Gemeinderat Elsau 2010  
   
 
Fragen der EZ-Redaktion an die neuen Kandidaten  
   
   
   
   
Die Redaktion der Elsauer Zytig stellte unseren neuen Kandidaten folgende Fragen:  
   

Weshalb wollen Sie, Daniel Kälin, von der Schulpflege in den Gemeinderat wechseln? Weshalb kandidieren Sie, Jürg Frutiger, ohne Behördenerfahrung direkt für den Gemeinderat?

Daniel Kälin: Nach acht Jahren in der Primarschulpflege kam die Anfrage der FDP Elsau zum richtigen Zeitpunkt. Der Wechsel in den Gemeinderat ist für mich eine spannende neue Herausforderung, die ich gerne anpacken würde. Rückblickend kann ich sagen, dass meine bisherige Behördentätigkeit eine schöne und lehrreiche Zeit gewesen ist. Die gewonnenen Erfahrungen sowie die vertieften Einblicke in unsere Gemeinde sowie deren Funktionieren möchte ich keinesfalls missen – und weiter gewinnbringend für Elsau einsetzen. Für die Primarschulpflege ist es zudem auch wichtig, dass wieder jüngere Eltern, die noch schulpflichtige Kinder haben, nachrücken und die Gelegenheit erhalten, mitzugestalten und ebenfalls positive Erfahrungen mit der Behördenarbeit zu machen.

Jürg Frutiger: Die von Daniel Kälin beschriebene Erfahrung in der Behördenarbeit ist sicher wichtig. Was aus meiner Warte aber genauso zählt, ist die persönliche Lebenserfahrung. Als Ehemann und Vater von vier Söhnen, die alle in Elsau gross geworden sind, sowie als langjähriger Inhaber eines mittelgrossen Familien-KMU bin ich überzeugt, nahe am Elsauer «Lebenspuls» zu sein und meine wertvollen Erfahrungen zum Wohle unserer ganzen Gemeinde einbringen zu können. Zudem bin ich der festen Überzeugung, dass es auch heute noch zu den Aufgaben des Bürger-Seins gehört, der Gemeinschaft, in der man lebt, im richtigen Moment wieder etwas zurückzugeben. Und für mich ist der Moment gekommen, jetzt in Elsau meinen aktiven Beitrag zu leisten.

 

Daniel Kälin und Jürg Frutiger sind Mitglieder der FDP und vertreten ein bürgerlich liberales Gedankengut. Inwiefern würde sich dies auf Ihre Arbeit als Gemeinderat auswirken?

Jürg Frutiger: Jeder Mensch braucht ein starkes Fundament, auf dem er bauen kann. Ein Bestandteil davon ist mein liberales Gedankengut, das mich selbstverständlich weiter leiten wird. Die wichtigsten Stichworte dazu sind «Eigenverantwortung», «massvolle Vorschriften, wo nötig», «sorgsamer und effizienter Umgang mit Ressourcen und Steuergeldern», «Seriosität», «Offenheit für Neues» und «Nachhaltigkeit». Generell ist das liberale Gedankengut der FDP für mich die positive lösungs- und vorwärtsorientiert Kraft, welche die Schweiz zu dem gemacht hat, was sie heute ist. Und das ohne ideologische, zum Teil gute Lösungen verhindernde Scheuklappen und ohne Effekt haschendes Anprangern von latenten Problemen ohne konkrete, umsetzbare Lösungsvorschläge. Offen sein, miteinander diskutieren und sich streiten, sich dann auf eine gemeinsame Lösung einigen und diese konsequent umsetzten – das heisst für mich liberal.

Daniel Kälin: Natürlich werde ich die Interessen meiner Ortspartei auch im Gemeinderat vertreten, da meine politischen Grundgedanken sich mit denjenigen der FDP decken. Allerdings ist die Gemeindeebene für mich nicht der Ort für grosse Parteipolitik und Parteiengeplänkel! Wichtiger ist es, die besten Kandidatinnen und Kandidaten für eine Behörde zu finden. Bei der Behördenarbeit steht für mich der Teamgedanke, die Zusammenarbeit innerhalb der Behörde sowie das konstruktive Arbeiten an einer konkreten Fragestellung im Vordergrund. Selbstverständlich sind dabei auch die Meinungen und Interessen anderer Parteien sowie parteiloser Bürgerinnen und Bürger zu berücksichtigen.
Aus meiner eigenen Erfahrung als Schulpfleger weiss ich aber auch, dass eine Ortspartei im Rücken für ein Behördenmitglied positiv ist. Eine Ortspartei bringt dich automatisch in Kontakt mit politisch interessierten Personen und erlaubt es, «heisse» politische Themen früher aufzunehmen und breiter zu diskutieren. Besonders schätze ich die FDP Behördenkonferenz, an der alle FDP Behördenmitglieder über die zukünftigen Schwerpunkte in ihrer Behördenarbeit orientieren. Die dort stattfindenden Diskussionen sind sehr bereichernd und führen manchmal zu neuen Blickwinkeln und somit noch besseren Lösungen. Dieses Netzwerk muss man sich als parteiloser Kandidat erst aufbauen, was meines Erachtens nicht ganz einfach ist.

 

Wenn Sie Elsau als Ganzes betrachten, wohin soll sich die Gemeinde Ihrer Meinung nach hin entwickeln?

Jürg Frutiger: Elsau ist heute schon eine attraktive, eigenständige Landgemeinde mit positivem Abgrenzungspotenzial zum nahen Winterthur – und soll das auch inskünftig bleiben! Dazu müssen wir unsere Handlungsfreiheiten erhalten und wenn immer möglich ausbauen. Sicher müssen wir auch eine kritische Grösse haben. Im gegenwärtigen Umfeld, in dem sich auch auf Gemeindestufe einiges ändern wird, heisst es frühzeitig zu antizipieren und die richtigen Weichen zu stellen. Nur so können wir aus einer Position der Stärke agieren und geraten nicht unnötig unter Druck.

Daniel Kälin: Meine politischen Hauptanliegen für Elsau umschreibe ich mit folgenden Stichworten: «finanzielle Selbständigkeit», «Offenheit für Gemeindefusionen», «gute Zusammenarbeit unter den drei Behörden», «sinnvolle Investitionen in Schulqualität und Schulinfrastruktur», «soziales Gleichgewicht», «keine Ausnützen unserer Sozialwerke» sowie «Verbesserung der Jugendsozialarbeit».
Als noch amtierender Finanzvorstand liegt mir besonders am Herzen, dass unsere Gemeinde ihre finanzielle Selbstständigkeit wie bis anhin beibehält. Auch mit dem neuen Finanzausgleich muss in Zukunft zwischen bloss Wünschbarem und Notwendigem unterschieden werden. Und in diesem Sinne sind die Investitionen genau zu planen. Wichtig ist auch, dass die Zusammenarbeit zwischen den drei Behörden weiter verbessert wird – und vor allem die Kommunikation mit der Bevölkerung sollte noch detaillierter und klarer stattfinden. Weiter muss Elsau für eine Fusion der umliegenden Gemeinden offen bleiben. Hier darf der Zug nicht ohne Elsau abfahren.

 

Umstritten ist in der Gemeinde die Siedlungspolitik. In welchem Gebiet sollte Ihrer Meinung nach am ehesten eine weitere Überbauung realisiert werden?

Daniel Kälin: Landflächen für grosse Überbauungen sind in Elsau rar. Wenn nochmals ein ähnliches Projekt wie im Heidenbühl realisiert werden sollte, dann am ehesten in der Rietwiese. Konkrete Pläne für solche Überbauungen sind mir aber derzeit keine bekannt. Solchen Projekten ist aus meiner Warte zudem mit der nötigen kritischen Distanz zu begegnen. Wir wollen ja kein weiteres «Kleinhegi» werden. Und die Einbindung solcher Überbauungen ins Dorfleben ist nicht ganz einfach. Interessant wäre sicher ein Bauprojekt, das auch Alterswohungen mit allenfalls ergänzenden Dienstleistungen umfasst, damit ältere Elsauerinnen und Elsauer länger bei uns in Elsau bleiben können.

Jürg Frutiger: Für mich muss Elsau auch hier seine aktuelle Stärke als attraktive Landgemeinde im Grenzgebiet zur Stadt Winterthur weiterentwickeln. Primär sollten sicher Gebiete mit guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr erschlossen werden. Als zusätzliche Chance für Elsau sehe ich auch eine aktive Bewirtschaftung der noch vorhandenen Landparzellen in der Gewerbe- und Industriezone. Da Winterthur bald zugebaut ist, werden sich gute Gelegenheiten bieten, interessante Unternehmen nach Elsau zu holen.

 

Vor einigen Jahren drohte der Wegzug des Coops aus der Gemeinde. Wie wichtig erachten Sie die Möglichkeit, dass lokal eingekauft werden kann?

 

Jürg Frutiger: Ich kann mich hier ganz kurz fassen – sehr wichtig! Wenn Elsau eine eigenständige Gemeinde bleiben will, sind lokale Einkaufsmöglichkeiten lebensnotwendig.

Daniel Kälin: Dem stimme ich voll und ganz zu. Die Gemeinde muss sich für eine Verkaufsstelle in unserem Dorf einsetzen. Die Politik der grossen Detailhändler zielt leider nur noch auf grosse Center an zentralen Orten. Diesen Trend der Zentralisierung gilt es aus meiner Sicht zu stoppen. Es wäre sowohl verkehrs- als auch umweltpolitisch schlecht für Elsau, wenn alle nur noch mit dem Auto einkaufen. Für die ältere Generation ist dies zudem ein Ding der Unmöglichkeit. Leider gehen wir da schweren Zeiten entgegen, da das Artikelmanagement der Detail-Riesen in die falsche Richtung geht.

 

Welcher Bereich auf Gemeindeebene interessiert Sie am meisten? Was würden Sie in diesem Bereich gerne erreichen, wenn Sie dafür zuständig wären?

Jürg Frutiger: Als ausgebildeter Architekt liegt mein Interesse vor allem im Bereich Hochbau und Werke. Wichtig wäre mir dabei eine gute und intensive Zusammenarbeit mit unserem hervorragenden heutigen Personal, gegebenenfalls ein Ausbau der angebotenen Dienstleistungen, eine Verkürzung der Durchlaufzeiten, verursachergerechte Kosten sowie Wirtschaftlichkeit und Effizienz im Generellen.

Daniel Kälin: Für mich sind alle Bereiche interessant, da ich nach meiner Tätigkeit als Finanzvorstand der Primarschule offen und interessiert bin, auch einmal etwas Anderes zu machen. Wichtiger als ein spezielles Wunschressort ist mir aber wie bereits gesagt eine gute Zusammenarbeit innerhalb des Gemeinderates. Die Probleme der Gemeinde können nur im Team bewältigt werden, Einzelkämpfer sind hier fehl am Platz. Im jeweiligen Zuständigkeitsbereich müssen die Probleme zuerst priorisiert, dann im Gemeinderat beantragt und nach dem gemeinsamen Entscheid effizient realisiert werden.

   
     
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